Philipp Böll

Orte rechter Gewalt

Foto: Philipp Böll

Philipp Böll – Orte rechter Gewalt
4. April 2006, Dortmund, Nordrhein-Westfalen Mehmet Kubasık wird am helllichten Tag mit mehreren Schüssen in seinem Kiosk niedergeschossen. Der dreifache Familienvater stirbt an seinen schweren Verletzungen. Erst im November 2011 können die Täter, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt, ermittelt werden. Die Selbstenttarnung der rechten Terrorzelle NSU offenbart ein jahrelanges Versagen der Strafverfolgungs- und Sicherheitsbehörden, die nie in Richtung eines rechtsextremen Motivs ermittelt haben. Beate Zschäpe, das dritte Mitglied des NSU, schweigt bis heute zu den Taten.

Deutschland | Wettbewerb | Schauraum im Literaturhaus

Philipp Böll fotografiert für seine Serie „Orte rechter Gewalt“ Tatorte, an denen Menschen in Deutschland seit der Wende 1990 durch rechts motivierte Gewalt zu Tode gekommen sind.