Programm & Jahresthema 2020

Die »Darmstädter Tage der Fotografie« (DTdF) sind 2004 aus einer Initiative von Fotografinnen und Fotografen entstanden und werden seit 2019 vom Kunstforum der Technischen Universität Darmstadt präsentiert. Inzwischen zählt das internationale Festival zu den wichtigsten deutschen Fotoereignissen. Es setzt relevante Themen und fördert den interdisziplinären Diskurs in der Fotografie. Die »Darmstädter Tage der Fotografie« verstehen sich insbesondere auch als ein Ort der Begegnung, als Treffpunkt internationaler Fotografinnen und Fotografen und Fotografiebegeisterten

Von 24. April bis 03. Mai 2020 beleuchten zahlreiche Fotoausstellungen in Darmstadt das Thema »Skurrile Fluchten — Humor in der Fotografie« aus unterschiedlichen Perspektiven. Zusammen mit zwei Symposien, einer Künstlerresidenz, Workshops und Führungen verleihen Ausstellungen an zehn Orten der Auseinandersetzung mit dem fotografischen Medium eine einzigartige Dichte.. Von der Kunsthalle, über die Stadtmitte mit Kunstforum der TU Darmstadt, Designhaus und Museum Künstlerkolonie auf der Mathildenhöhe. Zum Festival erscheint traditionell ein umfangreicher Katalog.

Der Kulturfonds Frankfurt RheinMain fördert das Festival als eine von drei Triennalen in der Rhein-Main-Region. Damit betont der Kulturfonds die Bedeutung der zeitgenössischen Fotografie für die Region.

Das vollständige Festivalprogramm wird Anfang März 2020 veröffentlicht.
-> Pressebilder und Infomaterial anzufragen unter info@dtdf.de

Jahresthema 2020: »Skurrile Fluchten – Humor in der Fotografie«

Humor und Fotografie haben mehr Gemeinsamkeiten als vordergründig ersichtlich ist. Beide durchleuchten bestehende Verhältnisse, überspitzen Ereignisse und verarbeiten Erfahrungen aus einem eigens ausgewählten Blickwinkel. Fotografie visualisiert mit präziser Pointierung, skurrilen Perspektiven, konzentrierten Momenten oder einer eigenwilligen Inszenierung die Welt, in der wir leben. Erst durch eine entrückte Betrachtungsweise gewinnen wir neue Einsichten.

Humor schaut charmant auf Alltägliches, skizziert mit leicht verschobenen Blick das Gegenteil, spielt mit vordergründigen Assoziationen – und Hintergründiges blitzt auf. Humor oder Satire im Bild können komische Situationen, überraschende Wendungen und unerwartete Widersprüche sichtbar machen. Die distanzierte oder verschobene Betrachtungsweise vermittelt uns neue Perspektiven – und im Idealfall lässt sich aus den unerwarteten Erkenntnissen gesellschaftliches Handeln ableiten. Sie machen in jedem Fall den Ernst des Lebens erträglicher und hinterfragen unsere Einstellungen, Werte und Vorurteile.