DAS SYMPOSIUM DER »11. DARMSTÄDTER TAGE DER FOTOGRAFIE«

 

Das Thema des Symposiums orientiert sich traditionell am Jahresthema des Festivals und diskutiert aktuelle, sich daran anschließende Fragestellungen aus verschiedenen wissenschaftlichen und künstlerischen Perspektiven.
Im Rahmen der »11. Darmstädter Tage der Fotografie« soll in fünf Vorträgen von Bildwissenschaftler*innen, Medientheoretiker*innen und international renommierten Künstler*innen das Thema des fotografischen Humors näher beleuchtet werden. Rednerinnen und Redner des Symposiums der »11. Darmstädter Tage der Fotografie« sind dabei Naomi Harris, Erik Kessels, Kevin Pauliks M.A., Dr. Sophie-Charlotte Opitz und Juergen Teller.

HINWEIS: Das Symposium inklusive Ticket-Vorverkauf sind, wie alle anderen Veranstaltungen und Ausstellungen der »11. Darmstädter Tage der Fotografie«, aufgrund der Corona-Pandemie-Vorsorge bis auf Weiteres verschoben worden. Sobald ein neuer Termin feststeht, wird dieser hier, im Festival-Newsletter und in den Sozialen Medien veröffentlicht. Ursprünglich geplant war, das Symposium am ersten Samstag des Festivals (25. April 2020) von 10 Uhr bis 18 Uhr im Wilhelm-Köhler-Saal der TU Darmstadt stattfinden zu lassen.

REDNERINNEN & REDNER

NAOMI HARRIS

 

Die kanadische Porträtfotografin Naomi Harris (*1973 in Toronto, CA) untersucht und dokumentiert in ihren Serien soziale Trends und Phänomene der zunehmend globalisierten und kulturell homogenisierten Welt. Anhand ihres Projekts »EUSA«, das einzelne kostümierte Protagonisten europäischer Orte mit dem Thema Amerika und amerikanischer Orte mit dem Thema Europa zeigt, wird Harris ihre künstlerische Praxis und den oft unfreiwillig komischen und skurrilen Charakter unserer Begeisterung für andere Kulturen darstellen.
»EUSA« war 2016 für den Luma Rencontres Dummy Book Award nominiert und wurde 2018 vom Kehrer Verlag, Heidelberg Berlin veröffentlicht.

ERIK KESSELS

 

Erik Kessels (*1966 in Roermond, NL) ist ein niederländischer Künstler, Designer, Herausgeber, Sammler und Kurator mit besonderem Interesse an Fotografie und Found Footage. Der Schwerpunkt seiner künstlerischen Arbeit liegt insbesondere auf der Geschichte hinter den Bildern, der Unvollkommenheit und dem Missgeschick von gefundenen Amateurfotografien aus Familienalben, Archiven und dem Internet. Kessels spürt unsichtbare und unentdeckte Muster auf und betreibt so eine Art visuelle Archäologie.
In Darmstadt wird Kessels anhand seiner neuesten Projekte Einblick in seine Methodik der Re-Appropriation von Fotografien geben und die Rolle von Bildern fernab des bloßen Konsums in unserer heutigen Zeit diskutieren.

DR. SOPHIE-CHARLOTTE OPITZ

 

Dr. Sophie-Charlotte Opitz (*1987 in Aachen) ist seit 2019 Stipendiatin im Programm »Museumskuratoren für Fotografie« der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung. Sie promovierte an der Goethe-Universität Frankfurt zu den Produktionsmechanismen zeitgenössischer Kriegsfotografie.
In ihrem Vortrag richtet Opitz den Blick auf die Beziehung von Krieg und Humor sowie auf das aufrüttelnde und wiederständige Potential fotografischer Gegenbilder, die als Reaktion auf vorherrschende oder politisch vorgegebene Wahrnehmungsmechanismen des Krieges entstehen.

KEVIN PAULIKS, M.A.

 

Die Forschungsschwerpunkte des promovierenden Medienwissenschaftlers und Soziologen Kevin Pauliks, M.A. (*1991 in Hanau) liegen in den Meme Studies, Game Studies und in der Serialitätsforschung. In seinem Vortrag »Imitieren, Editieren, Parodieren. Zu den medienkritischen Praktiken politischer Internet-Memes« wird Pauliks anhand der Betrachtung politischer Internet-Memes zu Donald Trumps Amtsenthebungsverfahren der Frage nachgehen, auf welche Weise diese mit Medien- und Gesellschaftskritik verschränkt sind.
Die Untersuchung von Medialität wird dabei ebenfalls ein zentraler Bestandteil des Vortrags sein, um die Wirkprinzipien und notwendigen Voraussetzungen von Memes aufzudecken.

JUERGEN TELLER

 

Ziel des Vortrags des international renommierten Fotografen und Werbefotografen Juergen Teller (*1964 in Erlangen) ist die Reflexion darüber, wie zutiefst schwarzer, satirischer Humor, Neugierde und Selbstparodie in seine Arbeiten mit hineinspielen und so für den Künstler, wie auch für Models und Prominente unerwartete, absurde Szenarien herbeiführen.
Ausgangspunkt für die Darstellung wird dabei die Videoarbeit »Dieter« (2017) sein, in der Teller die Rolle seines Alter Egos Dieters einnimmt – einer stereotyp deutschen Version seiner Selbst, die die Heimat nie verlassen hat und beim Gang durch die eigene Einzelausstellung in Kunstpalais Erlangen, umgeben von Freunden und Familie, alles als schlecht abtut.