
Symposium
am 25. April 2026
English version here
Present Tense. Haltungen zur Gegenwart
Eine Kooperation der Darmstädter Tage der Fotografie mit dem Fachbereich Gestaltung der Hochschule Darmstadt (h_da)
Konzeption und Leitung: Prof. Robin Hinsch, Prof. Sara Maierhofer
Am Samstag, 25. April 2026, findet im Rahmen der Darmstädter Tage der Fotografie am Fachbereich Gestaltung der Hochschule Darmstadt das Symposium „Present Tense. Haltungen zur Gegenwart" statt. Vor dem Hintergrund zunehmender gesellschaftlicher Spannungen richtet das Symposium den Blick auf das Potenzial der Fotografie, durch Kontakt Perspektiven zu verschieben und Zugänge zu anderen Wirklichkeiten zu öffnen. Die eingeladenen Sprecher*innen verbindet dabei ein Verständnis von Fotografie als dialogischer Praxis – als Ort der Begegnung und des Austauschs. Im Mittelpunkt steht die fotografische Begegnung als konkrete soziale Situation: ein Moment geteilter Präsenz, der im Zeitalter generierter Bilder eine neue Bedeutung gewinnt. Welche Formen von Aufmerksamkeit, Austausch und Handlung können daraus heute entstehen?
Symposium „Present Tense. Haltungen zur Gegenwart"
Samstag, 25. April 2026, 13 Uhr bis 18 Uhr
Aula des Fachbereich Gestaltung, Hochschule Darmstadt
Programm 25. April 2026
13:00 Uhr Begrüßung
13:15 Uhr Vortrag: Abdulhamid Kircher (EN)
14:00 Uhr Gespräch: Mathilde Tijen Hansen und Maxie Fischer
15:00 Uhr Kaffeepause
15:30 Uhr Vortrag: Sophie-Charlotte Opitz
16:00 Uhr Vortrag: Salvatore Vitale (EN)
17:00 Uhr Gespräch: Akinbode Akinbiyi und Ute Mahler
Alle Interessierten sind herzlich willkommen, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Konzipiert von Prof. Robin Hinsch und Prof. Sara Maierhofer.
Ort: Aula
des Fachbereich Gestaltung der Hochschule Darmstadt
Olbrichweg 10
64287 Darmstadt

Sprecher:innen
Abdulhamid Kircher
Abdulhamid Kircher (geb. 1996) ist ein Künstler aus Queens, New York.
Er wurde in Berlin als Kind deutsch-türkischer Eltern geboren und emigrierte im Alter von acht Jahren mit seiner Mutter in die Vereinigten Staaten. 2018 erwarb er seinen Bachelor in Culture and Media an der New School und 2022 seinen MFA in Visual Arts an der University of California San Diego. Seine Monografie Rotting from Within, erschienen bei Loose Joints, wurde 2024 anlässlich seiner ersten Einzelausstellung bei carlier gebauer veröffentlicht. Sein Projekt To Be Held By The Earth wurde mit dem Grand Prix Images Vevey 2025/2026 ausgezeichnet, und er erhielt den Hamburger Bahnhof Studio Award im Jahr 2026. Seine zweite Monografie New Genesis ist gerade erschienen. Kircher lebt und arbeitet zwischen Berlin und New York.
https://abdulkircher.com/
Mathilde Tijen Hansen
Mathilde Tijen Hansen, 1994 in Köln geboren, lebt und arbeitet in Berlin.
Sie absolvierte eine Ausbildung an der Ostkreuzschule für Fotografie, die sie 2024 bei Ludwig Rauch abschloss. In ihrer fotografischen Arbeit nähert sie sich städtischen Räumen als Orten an, in denen sich gesellschaftlicher Wandel und politische Macht in Struktur, Nutzung und Wahrnehmung einschreiben. Über längere Zeiträume kehrt sie wiederholt an dieselben Orte zurück und entwickelt Bildserien, in denen Beobachtungen von Veränderungen im Straßenraum und in Porträts von Bewohner*innen zusammengeführt werden.
https://mathildetijenhansen.com/
Maxie Fischer
Maxie Fischer ist Kunst- und Kulturwissenschaftlerin.
Sie arbeitet an der Schnittstelle von kuratorischer Praxis und Kommunikation mit einem Schwerpunkt auf zeitgenössischer Kunst, dokumentarischen Strategien und deutsch-deutscher Zeitgeschichte. Ihr besonderes Interesse gilt dem Verhältnis zwischen künstlerischem Diskurs und gesellschaftlichem Wandel. Dazu hat sie kürzlich ihre Dissertation mit dem Titel Re-Visionen. Über das Dokumentarische bei Michael Schmidt an der Folkwang Universität der Künste abgeschlossen. Als Kuratorin hat Maxie Fischer Ausstellungen in Institutionen wie der Kunsthalle Recklinghausen, dem Museum Morsbroich in Leverkusen und Coalmine – Raum für Fotografie in Winterthur konzipiert. Aktuell ist sie als Leitung Kommunikation im Haus der Kulturen der Welt in Berlin tätig.
maxiefischer.de
Sophie-Charlotte Opitz
Sophie-Charlotte Opitz ist Professorin für Medienwissenschaften an der Fachhochschule Dortmund und freischaffende Kuratorin.
Nach ihrer Promotion über zeitgenössische Kriegsfotografie erhielt sie diverse Stipendien, u.a. von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung und dem Villa Aurora & Thomas Mann House e. V.. In ihrer Forschung konzentriert sie sich insbesondere auf mediale Erinnerungskulturen, visuelle Proteststrategien sowie Bildpolitiken im Kontext globaler Konflikte und gesellschaftlicher Transformationsprozesse. Sie publiziert regelmäßig in wissenschaftlichen Sammelbänden, Kunstpublikationen und überregionalen Tageszeitungen, wie der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Im Rahmen der Triennale der Photographie Hamburg 2026 kuratiert sie die Ausstellung „F.C. Gundlach. You’ll Never Watch Alone“ am Bucerius Kunst Forum Hamburg in Kooperation mit der Stiftung F.C. Gundlach.
sophiecharlotteopitz.com
Salvatore Vitale
Salvatore Vitale (geb. 1986 in Palermo, Italien) ist ein in der Schweiz lebender Künstler, Publizist und Professor an der Hochschule Luzern.
Er studierte Bildende Kunst an der Zürcher Hochschule der Künste. 2015–2016 erhielt er ein Pro Helvetia Nachwuchsförderungs-Stipendium und 2017 das PHmuseum-Award-Stipendium. 2018 wurden ihm ein Swiss Design Award, der FOAM Talent Award und der Punctum Award verliehen. Seine Werke wurden u.a. in der Fotostiftung Schweiz, dem MOCAK Krakau, der Triennale der Photographie Hamburg sowie beim T3 Photo Festival Tokio ausgestellt. Salvatore Vitale ist darüber hinaus Mitbegründer und Chefredakteur von «YET», einer in der Schweiz erscheinenden internationalen, der zeitgenössischen Fotografie gewidmeten Zeitschrift.
www.salvatore-vitale.com
Ute Mahler
Ute Mahler ist Fotografin und Mitgründerin der Fotograf:innenagentur OSTKREUZ.
Ute Mahler (*1949 in Berka/Thüringen) schloss 1974 ihr Studium der Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig ab und arbeitet seitdem als freischaffende Fotografin. Bekannt wurde sie durch ihre Arbeiten für die DDR-Modezeitschrift Sibylle; später fotografierte sie für zahlreiche nationale und internationale Magazine. 1990 gründete sie mit sechs ostdeutschen Fotografen die renommierte OSTKREUZ – Agentur der Fotografen. Neben Auftragsarbeiten und ihrer Lehrtätigkeit, unter anderem an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg und der Ostkreuzschule für Fotografie in Berlin, verfolgt sie kontinuierlich eigene künstlerische Projekte, seit 2008 auch gemeinsam mit ihrem Mann, dem Fotografen Werner Mahler. Ihre Arbeiten wurden international in zahlreichen Ausstellungen gezeigt und vielfach ausgezeichnet, zuletzt 2023 mit dem Kulturpreis der DGPh sowie 2024 mit dem Bundesverdienstkreuz.
https://uwmahler.de/
Akinbode Akinbiyi
Akinbode Akinbiyi (*1946 Oxford, England) ist ein britisch-nigerianischer Fotograf, Autor und Kurator. Für seine Straßenaufnahmen erwandert Akinbiyi, der seit 1991 in Berlin lebt und arbeitet, die Metropolen dieser Welt. Lagos, Bamako, Berlin oder Durban – der Stadtraum ist sein Arbeitsplatz. Akinbiyi fotografiert, was er beobachtet, analog und überwiegend in Schwarz-Weiß. Vor der Linse seiner Mittelformatkamera inszeniert sich die Wirklichkeit spielerisch, fast eigenständig. Seine Bilder sind visuelle Metaphern, die kulturellen Wandel und soziale Ausgrenzung ebenso thematisieren, wie die gesellschaftspolitischen und städtebaulichen Folgen des Kolonialismus. 2024 erhielt er den Hannah-Höch-Preis der Berlinischen Galerie.

Bildnachweis:
Abdulhamid Kircher: Galerie carlier gebauer
Mathilde Tijen Hansen: Özge Ertürk
Maxie Fischer: Mathias Völzke
Sophie-Charlotte Opitz: Matthias Oertel
Salvatore Vitale
Ute Mahler: Lia Darjes
Akinbode Akinbiyi: Rebecca Wilton